Obere Kirchgasse 7
97318 Kitzingen
Tel. 09321 7177
pastoraler-raum.kitzingen@bistum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
08:30 Uhr - 12:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag
14:00 Uhr - 17:00 Uhr
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<meta charset="UTF-8" />Effeldorf ist ursprünglich Filiale der dem Kollegiatstift St. Johannes in Haug zu Würzburg am 24.08.1258 inkorporierten Pfarrei Rottendorf. Die seelsorgliche Betreuung des Ortes erfolgt 1653-1773 durch die Jesuitenkommunität Würzburg und 1773-1858 durch die Franziskaner von Dettelbach. Die Errichtung einer provisorischen Lokalkaplanei wird staatlich genehmigt am 22.03.1858. Am 07.11.1866 wird die Errichtung der selbständigen Pfarrei Effeldorf landesherrlich genehmigt. Die Konfirmation erfolgt durch Bischof Georg Anton Stahl am 21.12.1866. Der Stiftungsbrief der Pfarrei datiert vom 20.04.1867. Die Umpfarrung des Weilers Neuhof aus der Pfarrei Rottendorf in die Pfarrei Effeldorf wird staatlich genehmigt am 30.7. 1868; die Konfirmation hierzu erfolgt durch das Bischöfliche Ordinariat Würzburg am 10.08.1868.
Präsentationsrecht auf die Pfarrei: libera collatio ordinarii
Quelle: Realschematismus der Diözese Würzburg, Dekanat Kitzingen, bearb. von Thomas Wehner, Würzburg 1997
<meta charset="UTF-8" />Grundsteinlegung: 10.05.1786
Weihe: 25.11.1787
Die Bauzeit der ersten, vermutlich zu Ehren des hl. Jakobus geweihten und bereits im 17. Jahrhundert bestehenden Kirche ist bislang unbekannt. Diese Kirche stand "mitten im Kirchhof, wäre sehr klein und so schlecht, daß kaum ein schlechteres wird im Bisthum gewesen seyn". Vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts wird diese Kirche abgerissen.
Der Bau einer Loretokapelle (ebenfalls im Kirchhof) nach den genauen Maßen der "casa sancta" von Loreto bei Ancona erfolgt durch den Jesuitenrektor Jakob Baunach mit Unterstützung des Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn 1652/53. Die Grundsteinlegung erfolgt im Juli 1652, die Kirchenkonsekration durch Weihbischof Johann Melchior Söllner am 02.07.1653. In den Jahren 1786/87 wird die Loretokapelle durch Anbau eines Langhauses mit drei Fensterachsen durch Maurermeister Joseph Albert aus Tirol zur Dorfkirche erweitert. Die Grundsteinlegung erfolgt am 10.05.1786, die Benediktion durch Pfarrer Johann Michael Gutbrod, Rottendorf, am 25.11.1787. Die heutige Sakristei an der Chorostseite wird 1900/01 durch Bibergauer Maurermeister Joseph Popp neu erbaut. Im Jahre 1929 wird der Eingang an der Kirchennordseite zugemauert und an die Westseite verlegt.
Innenrenovierung 1980; Außenrenovierung 1987; erneute Innenrenovierung 1991. Innenrenovierung und Neubau der Sakristei 2010.
An der Sakristeiaußenwand Bildstock aus Sandstein (Prozessionsaltar) mit Relief hl. Johannes Evangelist, 1726; an der nördlichen Langhauswand außen Inschriftentafel mit Jahreszahl 1753.
<meta charset="UTF-8" />Hochaltar, um 1680 (Antependium, Tabernakelaufbau und Figurenumrahmungen von Franz Wilhelm Driesler, Würzburg, 1906): hoher Tabernakelaufbau mit vier gedrehten Säulchen, zwei Anbetungsengeln in Seitennischen und Lamm Gottes auf dem Buch mit den sieben Siegein als Bekrönung, über dem Tabernakelaufbau in einer verglasten und seitlich durch Akanthusdekor verzierten Nische das Gnadenbild, eine vergoldete Nachbildung der Lauretanischen Madonna, über den seitlichen Durchgängen Figuren hl. Josef (links) und hl. Jakobus (rechts); Altar versus populum, Ambo und Sedilien aus Sandstein von Lothar Forster, Würzburg; Altarkonsekration zu Ehren des hl. Jakobus d.Ä. mit Reliquien der Seligen Liborius Wagner, Rupert Mayer und Edith Stein durch Weihbischof Helmut Bauer am 15.09.1991 ; an der nördlichen Chorwand Berührungsreliquie (schwarzer Spitzenschleier, der an der Original-Loretomadonna anberührt wurde); zwei Chorfenster mit Glasgemälden Herz Jesu und Herz Maria von Fa. Niebeler und Burkert, Würzburg, 1903 (Stiftung durch Pfarrer Michael Josef Ankenbrand); über dem Chorbogen in der Hohlkehle IHS-Monogramm; an der nördlichen Stirnseite des Langhauses Wendelinusaltar aus Stuckmarmor mit seitlichen Pilastern, Mitte 18. Jh. (vermutlich 1821 aus der Klosterkirche Münsterschwarzach erworben): auf der Mensa Muttergottesfigur, 19. Jh, Altarblatt mit Darstellung hl. Wendelin, 19. Jh., über dem Gesims Voluten, die eine bekrönende, durchbrochene Kartusche bilden und neben der zwei Putten sitzen; vor dem Altar Taufstein aus Sandstein, 1863; an der nördlichen Langhauswand verglaste Mauernische (zur Zeit leerstehend); Figur hl. Antonius von Heinz Schiestl, Würzburg; in einer Wandnische Holzkruzifixus, 20. Jh., mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges; an der südlichen Langhauswand in einer verglasten Mauernische Figur hl. Jakobus, um 1910; klassizistische Kanzel, um 1785 (Tieferlegung und Errichtung eines neuen Aufgangs durch Franz Wilhelm Driesler, Würzburg, 1906); am Korpus Säulen und Medaillons mit Darstellung der Muttergottes und Jesus, Schalldeckel mit Heiliggeisttaube, als Bekrönung Tafeln mit den zehn Geboten; gerahmte Malerei auf Seide mit Darstellung der Übertragung des hl. Hauses durch Engel nach Loreto (anläßlich des hundertjährigen Jubelfestes am 02.07.1753); Muttergottesfigur, um 1910; 14 Relief-Kreuzwegstationen aus Alabaster von Ludwig Sonnleitner, Würzburg, um 1929; an der Langhausdecke Stuckrelief Auge Gottes im Strahlenkranz; in den Ecken Medaillons mit Darstellung der vier Evangelisten von Anton Kolb, Arnstein, 1903; Orgel mit 10 Registern von Fa. Balthasar Schlimbach, Würzburg, um 1880; Restauration durch Gebr. Mann, Marktbreit, 1995; im Turm drei 1951 von Fa. Otto, Bremen-Hemelingen, gegossene Glocken; Grundfläche 160 qm.