Obere Kirchgasse 7
97318 Kitzingen
Tel. 09321 7177
pastoraler-raum.kitzingen@bistum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
08:30 Uhr - 12:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag
14:00 Uhr - 17:00 Uhr
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<meta charset="UTF-8" />Bibergau ist ursprünglich Filiale der Pfarrei Euerfeld. 1576 ist der Ort fast ganz protestantisch, die seelsorgliche Betreuung erfolgt 1590-1629 durch den evangelischen Pfarrer von Schernau. Am 06.12.1860 genehmigt König Maximilian II. von Bayern die Errichtung der durch Katharina und Bonaventura Schmitt (1853/57), Bibergau, sowie Sabina Schauer (1848), Würzburg, dotierten Pfarrei Bibergau. Die Konfirmation erfolgt durch Bischof Georg Anton Stahl am 04.01.1861. Der Stiftungsbrief der Pfarrei datiert vom 02.02.1861. Am 16.12.1900 wird durch Prinzregent Luitpold von Bayern die Umpfarrung der evangelischen Einwohner Bibergaus und des Bahnhofs Dettelbach aus der kath. Pfarrei Bibergau in die evangelische Pfarrei Mainstockheim landesherrlich genehmigt.
Präsentationsrecht auf die Pfarrei: libera collatio ordinarii.
Quelle: Realschematismus der Diözese Würzburg, Dekanat Kitzingen, bearb. von Thomas Wehner, Würzburg 1997
<meta charset="UTF-8" />Grundsteinlegung: 18.05.1733
Weihe: 04.07.1630
Die Bauzeit der ersten, bereits 1548 bestehenden Kirche ist bislang unbekannt. Die Konsekration einer neuerbauten oder renovierten Kirche erfolgt durch Weihbischof Jodokus Wagenhauer am 04.07.1630.
Die älteste Bausubstanz der heutigen Kirche mitten im Ort ist der viergeschossige Turm der Vorgängerkirche mit eingezogenem, quadratischem Chor. 1733 wird das flachgedeckte Langhauses zu drei Fensterachsen erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgt am 18.05.1733. Durch Brand eines Nachbargebäudes wird die Kirche 1845 beschädigt. 1930 wird die Sakristei nach Plänen von Josef Steinmüller, Bibergau, an der Chornordseite erbaut. Die Erweiterung der Kirche um fünf Meter in westliche Richtung erfolgt nach Plänen von Gustav Heinzmann, Würzburg, 1960. Eine erneute Erweiterung mit Neubau der Sakristei am nördlichen Langhaus nach Plänen von Walter Väth, Würzburg, wird 1979-1981 vollzogen.
Außenrenovierung 1985; Innenrenovierung 1991.
An der nördlichen Langhauswand außen Missionskreuz aus Holz, 1929.
<meta charset="UTF-8" />Hochaltar mit zweisäuligem Aufbau 1847 (Restauration durch Franz Wilhelm Driesler, Würzburg, 1909): Tabernakel mit dem Lamm Gottes auf dem Buch mit den sieben Siegeln, Altarblatt mit Darstellung Johannes tauft Jesus im Jordan, seitlich Figuren hl. Simon (links) und hl. Judas Thaddäus (rechts) von Michael Becker, Dettelbach, 1763, im Auszug Heiliggeisttaube im Wolken- und Strahlenkranz; an der südlichen Chorwand Figur hl. Johannes der Täufer, 18. Jh. (Taufsteinaufsatz); Holzfigur hl. Laurentius von Hilmar Rustler, Bad Kissingen, 20. Jh.; im Langhaus Altar versus populum, Ambo und Priestersitz aus Kalkstein von Wolfgang Finger, Würzburg; Altarkonsekration zu Ehren der Apostel Simon und Judas Thaddäus mit Reliquien der Märtyrer Candida, Vitalis, des Bischofs Burkard und des seligen Liborius Wagner durch Weihbischof Alfons Kempf am 17.05.1981; zwei neubarocke Seitenaltäre mit je zweisäuligem Aufbau von Gebr. Weber, Würzburg, 1911: nördlich Kreuzaltar, Altarblatt mit Darstellung Christus am Kreuz 1831, im Auszug Ovalrelief mit Brustbild Herz Jesu; südlich Marienaltar, Altarblatt mit Darstellung der Maria Immaculata, vor 1831, im Auszug Ovalrelief mit Brustbild Herz Maria; an der südlichen Langhauswand zwei Sandsteinepitaphien für "Magdalena Hasen von Gnotstadt" (+1490) sowie Jörg und Sibilla von Fronhofen (+16. Jh.); Herz-Jesu-Figur aus Holz von Matthäus und Heinz SchiestI, Würzburg, 1901 ; Figur hl. Josef als Zimmermann, 18. Jh.; an der hinteren, noch stehenden nördlichen Langhauswand Sandsteinrelief (Bildstockaufsatz) mit Darstellung des gekreuzigten Christus an einem Baum, an den Ästen Medaillons der zwölf Apostel und der vier Evangelisten, 1710; Figur hl. Wendelin, 19. Jh.; an der Rückwand Vortragekreuz; Deckengemälde im Langhaus mit Darstellung der hl. Dreifaltigkeit, Anfang 20. Jh. (Restauration durch Curd Lessig, Würzburg, 1981); im nördlichen Erweiterungsbau Kanzel von Michael Becker, Dettelbach, 1765: am runden Korpus Figuren der vier Evangelisten, Rückwand mit IHS-Monogramm, Herz und drei Nägel, am Schalldeckel Heiliggeisttaube; neben dem Kanzelaufgang Figur hl. Johannes der Täufer, 18. Jh.; Madonna von Philipp Keck, Oberdürrbach, 1904 (Stiftung der Rosalinde Lindner; ehemals in der nicht mehr bestehenden Lourdesgrotte); 14 gemalte Kreuzwegstationen, 1870; Orgel mit 15 Registern unter Verwendung der noch brauchbaren Teile des Vorgängerinstruments von Fa. Weiss, Zellingen, 1952; Restauration und Erweiterung um 1 Register durch die genannte Fa. 1981 ; Grundfläche ca. 400 qm.